30.12.2003   „Kein schönes Weihnachtsgeschenk!“

 Junge Union ist enttäuscht über Ende des „Nachtexpress“ – uneinheitliches Bild im Emsland – Enttäuscht zeigt sich die Junge Union (JU) im Emsland über die Nachricht der Busunternehmer, den Diskobus „Nachtexpress“ im mittleren und nördlichen Emsland zum Jahreswechsel einzustellen. „Die schlechteste aller Lösungen ist nun leider eingetreten!“

Aus Sicht der drei emsländischen JU-Kreisverbände könne man mit diesem Ergebnis absolut nicht zufrieden sein. „Seit vielen Monaten kämpfen auch wir für den Erhalt der Diskobusse im ganzen Emsland“, macht der Meppener JU-Vorsitzende Bernd Schmitz deutlich. Das „Aus“ des „Nachtexpress“ sei ein „herber Schlag“ für alle, die das Diskobusprojekt einst auf den Weg gebracht und sich für dessen Ausbau und Weiterführung eingesetzt haben. „Das Ende des Diskobusses in der Mitte und im Norden des Landkreises ist kein schönes Weihnachtsgeschenk für die Jugend!“

Nach wie vor zeigt die JU-Emsland kein Verständnis für die Entscheidung des Kreistages, die Zuschüsse für den Diskobus komplett zu streichen. „Hätte es dieses fatale Signal aus der Kreispolitik nicht gegeben, wären alle Beteiligten mit anderen Vorsätzen an die Erarbeitung eines Zukunftskonzeptes gegangen“, so die jungen Christdemokraten. Mit dieser „Radikal-Kürzung“ sei aber von Anfang an vorgezeichnet gewesen, daß eine gesicherte Zukunftsfinanzierung für die emsländischen Diskobusse nur schwer zu erreichen ist.

„Wir bedauern es sehr, daß man es offenbar ebenfalls nicht geschafft hat, Diskothekenbetreiber und eventuelle Sponsoren für das Diskobusprojekt zu gewinnen“, erklärt Tobias Meyer, Kreisvorsitzender der JU Aschendorf-Hümmling, mit Blick auf die gescheiterten Versuche, neue Finanzierungsquellen aufzumachen. Hier hätte man sich mehr Unterstützung aus der Gastronomie und Privatwirtschaft, speziell jedoch auch von den wirtschaftlichen Profiteuren der Diskobusse, gewünscht.

Hoffnung hat die JU aber noch, daß wenigstens die „NachtEule“ im südlichen Emsland erhalten werden kann. Zwar gibt es auch hier gravierende Probleme, das jetzige System weiterzufahren, doch zumindest werde nicht an eine komplette Einstellung des Fahrbetriebes gedacht. „Es wäre sicherlich ein Erfolg, wenn der Diskobus im und um den Altkreis Lingen herum weiterfährt“, so der Lingener JU-Kreisvorsitzende Björn Roth. Allerdings würde es ab dem kommenden Jahr ein uneinheitliches Bild im Emsland geben, wenn nur noch ein Drittel des Landkreises von einem Diskobussystem profitieren könne. „Das ist einfach nur schade und sicherlich nicht so praktikabel, wie das jetzige vernetzte emsländische Diskobussystem.“



Zurück zur Übersicht