07.09.2010   Lärmbelästigung durch Windrad in Biene

Windanlage im Schüttelsand mit unzulässigen Werten. Die seit 2008 betriebene Windanlage im Biener Gewerbegebiet Schüttelsand verursacht mehr Lärm als zulässig. Das haben nach einer Mitteilung des Vorsitzenden der SPD-Stadtratsfraktion Hajo Wiedorn im Juli durchgeführte Überprüfungen durch ein Fachunternehmen aus Rheine ergeben.
 
 Seit mehr als 1 ½ Jahren klagen betroffene Anlieger über die von dem relativ kleinen Windrad ausgehenden Belästigungen. Aber erst jetzt sah sich das Baudezernat der Stadt Lingen in der Lage, den Klagen der Anlieger nachzugehen. Die zusammenfassende Aussage des entsprechenden schalltechnischen Berichtes lautet: „An den maßgeblichen Immissionsorten in der Nachbarschaft, …, werden die Zielwerte durch die Windenergieanlage im Tages- und Nachtzeitraum überschritten.
 
Die Anforderungen des Schallimmissionsschutzes werden somit nicht erfüllt.“ Aus diesem Grund darf die Windanlage nach Auffassung der SPD so nicht weiter betrieben werden. „Lärm ist gesundheitsschädigend“ erklärte Wiedorn dazu und weiter „es ist zu prüfen ob der Tatbestand der Körperverletzung vorliegt.“ Dem Vernehmen nach hat das Baudezernat zwischenzeitlich Fehler bei der Genehmigung der Windanlage eingeräumt.
 
Offenkundig hat man sich ausschließlich auf Herstellerangaben gestützt, die Lärmbelästigungen ausschließen. „Und dann hat man fast 20 Monate gebraucht um den Beschwerden aus dem Wohngebiet ‚Weiße Siedlung’ nachzugehen. Das ist leichtfertig und zeugt einmal mehr von mangelnder Sensibilität im Baudezernat für die schutzbedürftigen Interessen der Bürger“ heißt es abschließend in der Pressemitteilung der SPD.


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