

Zu dem Bericht in der Lokalpresse vom 11.10.05 veröffentlichten Behauptung des Geschäftsführers der Stadtwerke Lingen Arno Ester erklärte der stellv. Fraktionsvorsitzende der SPD-Vertreter im Rat der Stadt Lingen (Ems) Robert Koop:
zu: Ester soll falsche Behauptung zurückzunehmen und sich entschuldigen
"Vorsätzlich falsch ist die Behauptung von Geschäftsführer Ester, SPD-Fraktionsvorsitzender Hajo Wiedorn habe im Aufsichtsrat der Stadtwerke der Gaspreiserhöhung zugestimmt. Das Gegenteil ist richtig. Das Verhalten von Herrn Ester ist ebenso inakzeptabel wie außerordentlich bedauerlich. Wir fordern Herrn Ester auf, seine unwahre Behauptung unverzüglich zurückzunehmen und sich für den falschen Eindruck zu entschuldigen, den er in der Öffentlichkeit bewusst hervorgerufen hat.
Fakt ist: Die beiden Sozialdemokraten im Aufsichtsrat, Hajo Wiedorn und Gerhard Kastein, haben der Gaspreiserhöhung nicht zugestimmt. Sie haben vielmehr im Aufsichtsrat der Stadtwerke vollständige Einsicht in die Vertragsunterlagen und Lieferverträge verlangt, um die Behauptungen der Geschäftsführung zur Preiserhöhung zu überprüfen. Dies ist ihnen mit Mehrheitsbeschluss unter Führung von OB Pott, der dem Aufsichtsrat vorsitzt, verweigert worden. Daraufhin haben sie unter Protest an der Abstimmung nicht teilgenommen.
Vorausgegangen war eine Beratung in der SPD-Fraktion, bei der die Geschäftsführer Ester und Boss die von ihnen für notwendig erachteten Gaspreiserhöhungen erläuterten. Sie haben uns mit ihren Erklärungen absolut nicht überzeugt. Die SPD war sich nach den Erläuterungen der Herren einig, dass die geforderte Erhöhung nicht ausreichend begründet, das Zahlenwerk zu undurchsichtig und daher konsequent aufzuklären sei. Diese Aufklärung hat der Aufsichtsrat der Stadtwerke aber unseren Mitgliedern verweigert. Als besonders ungewöhnlich empfinden wir es, dass wie selbstverständlich die RWE-Vertreter an der Entscheidung mitwirkten, obwohl RWE auch Gesellschafterin des Gaslieferanten ist. Denn RWE ist bekanntlich als Minderheitsgesellschafter an den Stadtwerken beteiligt.
Die SPD-Fraktion hat auf ihrer gestrigen Sitzung beschlossen, die Einleitung eines Klageverfahrens der beiden Aufsichtsratsmitglieder Hajo Wiedorn und Gerhard Kastein zu unterstützen. Wiedorn und Kastein lassen gegenwärtig durch ein Osnabrücker Anwaltsbüro die Chancen einer Zivilklage prüfen, um "ihr Recht auf Einsicht in die Lieferverträge" durchzusetzen.
Wir kritisieren im Übrigen auch die Berichterstattung in der Tageszeitung. Es entsprach nicht journalistischer Sorgfalt, ohne Rückfrage bei Hajo Wiedorn und ungeprüft die falschen Behauptungen von Herrn Ester zu veröffentlichen. Wir haben festzustellen, dass die "Lingener Tagespost" einmal mehr daran mitwirkt, unseren Fraktionsvorsitzenden Hajo Wiedorn zu desavouieren. Dies hat das Blatt bereits in ähnlicher Weise mit unberechtigten Vorwürfen aus Anlass des Abrisses "Salut" versucht, als ebenfalls ungeprüfte falsche Behauptungen aus dem Rathaus über Herrn Wiedorn veröffentlicht wurden. Diese Art der Berichterstattung weisen wir mit aller Entschiedenheit zurück."
