17.06.2007   Alte Stadtwerke werden abgerissen

Sanierungsarbeiten Kaiserstraße beginnen

Ab Montag, 18.06.2007, beginnen die Abrissarbeiten der alten Stadtwerke-Gebäude auf dem Gelände an der Kaiserstraße. Zunächst werden die Gebäude abgetragen. Danach folgt die Sanierung des Geländes, bei der der darunter liegende Teer entfernt wird. Der Wasserturm, das Wasserwerk und ein Erdgasspeicher bleiben davon unberührt. Während der Arbeiten ist vom 23. bis 29. Juli die Kaiserstraße voll gesperrt. Ein Teil der Fahrbahn gehörte auch zum damaligen Gelände des Gaswerkes und muss mit saniert werden. Für Beeinträchtigungen durch Werksverkehr oder Geräusche bitten die Stadtwerke Anwohner und Verkehrsteilnehmer für Verständnis. Die Kosten für die Sanierung belaufen sich auf etwa 600.000 Euro. Die Arbeiten sollen bis Jahresende 2007 abgeschlossen sein.

Ein Giebel war bereits im Januar 2007 beim Sturm „Kyrill“ eingestürzt und durch ein Unternehmen ganz abgebrochen worden. Jetzt folgen die weiteren Arbeiten zur Sanierung des Geländes. Denn nicht nur ein Abbruch der Gebäude ist erforderlich, sondern auch die Sanierung von Altlasten aus der Mitte des vergangenen Jahrhunderts. „Früher wurde hier aus Kohle Stadtgas gewonnen. Die Teerrückstände wurden auch im Straßenbau weiterverarbeitet“, so der Geschäftsführer der Stadtwerke, Arno Ester. „Heute weiß man, dass die Inhaltsstoffe von Teer krebserregend sind. Daher muss der Boden des Geländes saniert werden.“

Gesonderte Entsorgung des Erdreiches
Mehrjährige Untersuchungen des Geländes haben ergeben, an welcher Stelle sich die Teerkondensate im Boden befinden. Das belastete Erdreich wird hier abgetragen und das Grundwasser mit speziellen Filtern gereinigt. Denn neben den Teerkondensaten müssen auch die flüchtigen Bestandteile des Teers aus dem Boden gewaschen werden. Diese Arbeiten werden im Sommer durchgeführt, da der Grundwasserstand in dieser Zeit am niedrigsten ist. Durch gutachterliche Untersuchungen und Arbeits-schutzmaßnahmen ist eine Gefährdung der Arbeiter und angrenzenden Bereiche ausgeschlossen. Das belastete Erdreich wird gesondert abtransportiert und in Ganderkesee bei Delmenhorst speziell entsorgt. Eine mögliche Folgenutzung des Geländes wird zurzeit mit der Stadt Lingen abgestimmt.



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