12.10.2006   Sparen durch das richtige Heizen

 Einfache Maßnahmen schonen den Geldbeutel und das Klima Jede Maßnahme zur Energieeinsparung ist ein praktischer Beitrag zur Luftreinhaltung und zum Klimaschutz. Auch die privaten Haushalte können in diesem Bereich einen erheblichen Beitrag zum Umweltschutz leisten und zudem Kosten sparen.

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Von 100 % der Energie, die in den privaten Haushalten eingesetzt wird, entfallen ca. 70 % auf das Heizen und die Warmwasseraufbereitung. Dabei sind Einsparungen möglich, ohne dass jemand frieren muss. Durch einfache Maßnahmen werden Geldbeutel und gleichzeitig das Klima geschont.

Schon bei der Planung von Neubauten sollte an einen möglichst niedrigen Energieverbrauch gedacht werden. Dies erreicht man durch überlegte Ausrichtung der Räume und der Fenster, die Art der Verglasung oder geeignete Wärmedämmmaßnahmen. Für Wohn- und Arbeitsräume sind 20 Grad meist ausreichend.

Zu hohe Raumtemperaturen sind zudem ungesund. Jeder Grad Raumtemperatur weniger spart etwa sechs Prozent Heizkosten ein. Noch einmal kräftig sparen kann, wer nachts die Raumtemperatur auf 16 Grad absenkt. In wenig genutzten Räumen muss nicht ständig die Heizung voll aufgedreht sein.

Auch im Schlafzimmer lässt es sich mit einigen Graden weniger aushalten. Ebenso sollte die Heizung in der Küche bedarfsgerecht eingestellt sein, weil zum Beispiel Herd und Kühlschrank den Raum mitheizen. Abends sollten Rollläden und Fensterläden geschlossen sein. Nicht ausreichend abgedichtete Fugen können mit geringem Aufwand abgedichtet werden (rund sechs Prozent Kostenersparnis). Noch ein besonderer Tipp: Vorhänge sollten die Heizflächen nicht verdecken, damit sie die Wärme ungehindert in den Raum abgeben.

Fenster sollten nicht dauernd zum Lüften geöffnet sein. Besser ist es, Räume häufiger, aber kurz und gründlich lüften. Eine ausreichende und mehrfache tägliche Lüftung ist notwendig, damit der Feuchtigkeitsgehalt der Luft nicht zu stark ansteigt. Beim Kochen, Duschen, aber auch durch die Atmung sowie das Gießen von Grünpflanzen erhöht sich der Feuchtigkeitsgehalt in der Luft der Wohnung.

Bei schlecht gedämmten Fenstern und Wänden sowie unzureichender Luftzirkulation kann sich diese Feuchtigkeit besonders in den Zimmerecken als Kondenswasser niederschlagen. An diesen Stellen bilden sich zwangläufig Schimmelpilze, die gesundheitlich höchst bedenklich sind. Wenn der Heizkörper trotz aufgedrehter Heizung nicht mehr richtig warm wird, ist oft ein Luftpolster die Ursache. Hier kann leicht Abhilfe geschaffen werden: Entlüftungsventil am Heizkörper öffnen, Gefäß darunter halten und das Ventil schließen, wenn Wasser kommt.

Zum Energie sparenden Heizen gehören Thermostatventile. Sie halten die Raumtemperatur konstant und verhindern eine Überheizung. Thermostatventile können leicht nachgerüstet werden.

Broschüren mit Tipps zum Energiesparen sind im Foyer des Rathauses und beim Fachdienst Umwelt der Stadt Lingen Telefon 0591/9144-3764 erhältlich.



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