06.11.2007   Wulff: „Es gibt noch viel zu tun!“

Ministerpräsident auf JU-Bezirkstag – Wiederwahl von Andreas Groß zum Geschäftsführer



Mit viel politischer Prominenz hat sich die Junge Union (JU) Osnabrück-Emsland am vergangenen Wochenende nicht nur der Klima- und Umweltpolitik gewidmet sondern gleichzeitig auch den Landtagswahlkampf eingeläutet. Der JU-Kreisverband Lingen bewertet den in Nordhorn abgehaltenen Bezirksdelegiertentag als überaus erfolgreich.

Als Hauptgast stattete sonntags Ministerpräsident Christian Wulff der CDU-Jugendorganisation seines Heimatverbandes einen Besuch ab. Wulff machte gegenüber den Jungunionisten deutlich, dass die Landtagswahl am 27. Januar 2008 trotz guter Umfrageergebnisse noch nicht gewonnen sei. „Wir haben als Landesregierung zwar einiges erreicht, doch es gibt auch noch viel zu tun!“, warb der Landesvater bei der JU um Unterstützung im bevorstehenden Wahlkampf, um seine Politik fortsetzen zu können.
Bereits zu Beginn des Bezirkstages am Samstagvormittag schärften die jungen Christdemokraten aus der Region den Blick in Richtung der politischen Gegner. Der CDU-Landtagsabgeordnete der Grafschaft Bentheim, Reinhold Hilbers, sagte während seiner mitreißenden Rede in Hinsicht auf die niedersächsische Linkspartei sowie die Diskussion der SPD um den Begriff des Sozialismus’: „Sozialisten – egal welcher Partei – haben nur einen Platz verdient, nämlich im Geschichtsbuch!“.

Ein Leitantrag zur Umwelt- und Klimapolitik unter dem Titel „Ideologiefrei in die Zukunft“ wurde von den Delegierten nach eingehender Diskussion einstimmig angenommen. Vor allem mit einer nachhaltigen Ausrichtung beim Klimaschutz, bei Umweltauswirkungen und der Energiepolitik will man den Herausforderungen des Klimawandels begegnen. Eine klare Absage erteilte der JU-Bezirkstag allerdings der Forderungen nach einem Tempolimit auf Autobahnen.

Zuvor hatte Prof. Dr. Hans-Gert Pöttering als Präsident des Europäischen Parlaments die Rolle der EU in der Debatte um den Klimawandel herausgestellt und eine gemeinsame Strategie aller EU-Staaten angemahnt. In seiner Funktion als Vorsitzender des Freundes- und Fördererkreises des JU-Bezirksverbandes der Landkreise Emsland, Grafschaft Bentheim und Osnabrück sowie der Stadt Osnabrück sparte Pöttering zudem nicht mit Lob für die „hervorragende Arbeit“, die der CDU-Nachwuchs leiste.

Dem konnte sich Dr. Hermann Kues (Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesfamilienministerium) nur anschließen. Dem Lingener Bundestagabgeordneten und CDU-Bezirkschefs war es eine Freude, dem JU-Bezirksvorsitzenden Albert Stegemann aus Ringe (Grafschaft Bentheim) zur Wiederwahl zu gratulieren. Der 31-jährige Stegemann, Landwirt auf dem elterlichen Hof, geht mit einem gestärkten Ergebnis in die dritte Amtsperiode und versprach, die Kreis- und Ortsverbände stärker einzubinden.

Für den JU-Kreisverband Lingen, dessen Delegation unter dem Vorsitzenden Björn Roth mit rekordverdächtigen 19 Mitgliedern aus dem südemsländischen Altkreis an dem Bezirksdelegiertentag teilnahm, war der Tagesordnungspunkt „Neuwahl des Bezirksvorstandes“ ebenfalls erfolgreich. In seinem Amt als Bezirksgeschäftsführer wurde der Betriebswirt Andreas Groß (26 Jahre) aus Lengerich bestätigt. Zusammen mit Stegemann gehört er seit 2003 dem Führungsgremium der Bezirks-JU an.

Als Mitglied für den Niedersachsenrat des JU-Landesverbandes wird Gerhard Berens den Kreisverband Lingen repräsentieren. Zu dessen Stellvertreter wurde Johannes Thomas benannt. Zufrieden zeigte sich JU-Kreischef Roth auch über die zahlreichen Änderungsanträge zum Leitantrag sowie allgemeinpolitischen Sachanträge, mit denen man sich von Lingener Seite durchsetzen konnte.



Auf dem Foto: Erfolgreich war für den Kreisverband der Jungen Union (JU) Lingen der Verlauf des diesjährigen JU-Bezirksdelegiertentages am vergangenen Wochenende in Nordhorn (von links): Kreisvorsitzender Björn Roth, Johannes Thomas (stellvertretendes Lingener Niedersachsenratsmitglied), Bezirksvorsitzender Albert Stegemann und Bezirksgeschäftsführer Andreas Groß aus Lengerich sowie Lingens Niedersachsenratsmitglied Gerhard Berens.



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