28.03.2008   Stadt Lingen startet dritte Bürgerbefragung

Halten Sie die Einkaufmöglichkeiten in Lingen für ausreichend? Wie sind Ihre Erfahrungen mit der Stadtverwaltung? Welche Veränderungen in der Stadt gefallen Ihnen, und welche nicht? Um Antworten auf diese und weitere Fragen werden nun 2200 Lingener Bürgerinnen und Bürger gebeten, die als Teilnehmer an der aktuellen Bürgerbefragung der Stadt nach dem Zufallsprinzip ausgewählt wurden. Die Fragebögen werden am 7. und 8. April in der Innenstadt und den Ortsteilen von Schülerinnen und Schülern verteilt.


Nach 2002 und 2005 ist die nun anstehende Befragung die dritte Bürgerbefragung in der Stadt Lingen. „Wir haben durchweg gute Erfahrungen mit den Umfragen gemacht und wollen uns wieder den Spiegel vorhalten lassen. Wir erfahren so direkt von den Bürgerinnen und Bürgern, wo der Schuh drückt, und erhoffen uns auch in diesem Jahr wertvolle Hinweise für das künftige Verwaltungshandeln und die Kommunalpolitik“, erläutert Oberbürgermeister Heiner Pott die Gründe für die Befragungen. Ergänzend zu den Befragungen im 3-Jahres-Rhythmus sind für den Oberbürgermeister das Mängelkartensystem, der Ideen- und Beschwerdeservice der Stadt und die regelmäßigen Rathausgespräche wichtige Möglichkeiten, das Ohr möglichst nah an den Wünschen und Meinungen der Bevölkerung zu haben.

Viele der 47 Fragen auf dem Fragebogen sind unverändert zu den früheren Bürgerbefragungen. Aus den Antworten können wertvolle Erkenntnisse in einer Zeitreihe gewonnen werden: Ob die Lingener Kundschaft mit dem Einlaufsangebot im Jahr 2008 eher zufrieden ist als noch im Jahr 2005 oder 2002 und seltener zum Einkaufen in andere Städte fährt, ist dafür ein Beispiel. Als neue Themenfelder werden unter anderem die Meinungen zur Neugestaltung der Fußgängerzone, zur Unterführung oder zu künftigen Wohnformen abgefragt.

Professorin Dr. Dagmar Schütte vom Institut für Kommunikationsmanagement der Fachhochschule hat mit einer Studiengruppe wie im Jahr 2005 den Fragebogen entwickelt und wird die Auswertung vornehmen. Sie ist froh über die Zusammenarbeit zwischen Stadt und Fachhochschule: „Es ist ein tolles Projekt für unsere Studierenden. Es gibt nicht oft die Gelegenheit, die wissenschaftlichen Kenntnisse an einem realen und so großen Projekt anzuwenden. Auf Seiten der Studierenden gibt es eine begeisterte Nachfrage, an der Bürgerbefragung teilnehmen zu können.“

Die 2200 Fragebögen werden nach rund einer Woche wieder persönlich von den Schülerinnen und Schülern abgeholt. Die Namen der Personen im Alter zwischen 16 und 80 Jahren , die an der Befragung teilnehmen, sind zufällig ausgewählt worden und bilden einen Querschnitt durch die Bevölkerung. Deshalb richten sich die Bögen auch an Einzelpersonen und nicht an ganze Familien. Die Verteilung und Abholung durch Schülerinnen und Schüler bescherte der Lingener Bürgerbefragung bislang eine sehr hohe Rücklaufquote von rund 70 Prozent. Einen ähnlichen Erfolg erhoffen sich alle Beteiligten auch in der aktuellen Befragung und bitten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die Bögen ausgefüllt wieder abzugeben.



Bildunterschrift: Auf einen ähnlich großen Rücklauf ausgefüllter Fragebögen wie in den Vorjahren und damit guten Erfolg für die Bürgerbefragung 2008 hoffen (von links) Professor Dr. Dagmar Schütte, Fachhochschule Osnabrück am Standort Lingen, Oberbürgermeister Heiner Pott sowie Karl-Heinz Grönnebaum und Karin Krieger, Fachbereich Steuerung und Service der Stadt Lingen.

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