15.01.2009
Planungen für Wilhelmshöhe überdenken
Die Lingener SPD-Stadtratsfraktion hat sich in ihrer letzten Sitzung dafür ausgesprochen, nicht weiter an den Planungen für ein Hotel im Bereich der Wilhelmshöhe festzuhalten. Auf Grund der Tatsache, dass für den traditionsreiche Saalbetrieb kein Betreiber gefunden werden konnte favorisiert die SPD andere Standorte für ein Hotel.
„Es ist sicher für viele Lingener sehr schmerzlich wenn die Wilhelmshöhe abgerissen werden muss weil sich kein Betreiber finden lässt. Aber ohne den Erhalt des Saalbetriebes gibt es keinen vernünftigen Grund mehr an den Planungen für ein Hotel an dieser Stelle festzuhalten.“, erklärte Fraktionsvorsitzender Hajo Wiedorn gegenüber der Presse. Da die verkehrliche Anbindung eines Hotels von Anfang an als problematisch angesehen wurde solle man sich jetzt von diesen Planungen endgültig verabschieden. Damit könne auch auf die für ein Hotel notwendige Parkpalette verzichtet werden. Der Abriss des Gebäudes bietet jetzt Möglichkeiten, das Areal der Wilhelmshöhe zu einem attraktiven Stadtpark zu erweitern.
Für ein Hotel gibt es nach Ansicht der Sozialdemokraten bessere Standorte, z. B. in der näheren Umgebung der geplanten Emslandarena am alten Hafen. Ein Hotel an diesem Standort könnte auch von den Nutzern der Emslandarena genutzt werden. „Die Wilhelmshöhe kostet uns zurzeit rd. ¼ Million Euro jährlich ohne dass wir einen Nutzen davon haben. Wir sollten uns schnellstens von diesem kostenträchtigen Objekt verabschieden.“ erklärte SPD-Ratsherr Jürgen Beranek. Das sei mehr als ein Drittel der Summe, die Lingens Eltern für Kindergartenbeiträge aufbringen müssen.
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