11.08.2009
Leichtathletik: WM-Gold für Annette Koop
Großer Erfolg für Annette Koop. In einem dramatischen 1500-Meter-Finale gewann die Emsländerin bei den XVIII. Leichtathletikmeisterschaften der Masters-Leichtathleten im finnischen Lahti am Donnerstag Gold in ihrer Altersklasse, nachdem sie bereits am Sonntag über 800m Silber geholt hatte.
Dabei brachte ein grandioser 300-Meter-Schlussspurt die Entscheidung, nachdem bei der Hälfte der Distanz alles nach einem Sieg der favorisierten Spanierin Aurora Perez ausgesehen hatte. Zwar hatte sich die Läuferin der LG Emstal Dörpen im Stadion Radiomäki zunächst vor ihre Konkurrentin Perez und die frisch gebackene 800-Meter-Weltmeisterin Laura Mahady (GB) gesetzt und Tempo (erste 400m in 75 Sekunden) und Rennen bestimmt.Nicht unerwartet gingen bei 750m beide Athletinnen dann an der Sportlehrerin an der Lingener Marienschule vorbei.

Perez lag eingangs der Schlussrunde schließlich klar vorn: 12m vor der Britin und sogar 25m vor Annette Koop. Die aber ließ sich nicht abschütteln und setzte bei der 1200-Meter-Marke zu einer beeindruckenden Aufholjagd an. Eingangs der Zielkurve schloss sie zunächst auf Laura Mahady auf und passierte sie scheinbar mühelos. "Ich habe plötzlich Deinen Atem gehört. Da wusste ich, dass Du an mir vorbeigehst", sagte die britische Meisterin anschließend anerkennend .
Dies setzte bei Annette Koop sichtlich neue Kräfte frei und, während der Stadionsprecher schon etwas voreilig ankündigte, die führende Aurora Perez laufe dem WM-Titel entgegen, verkürzte Annette Koop mit großen, schnellen Schritten den Abstand zur spanischen Europameisterin, die jetzt an der Reaktion des zahlreichen und fachkundigen Publikums merkte, dass sich etwas hinter ihr tat. Sie blickte über die Schulter, als Annette Koop den Abstand schon bis auf wenige Schritte verringert hatte, konnte aber nicht mehr zulegen, die deutsche Meisterin aus Lingen spurtete vorbei und gewann in 4:46,98 min. Platz 2 für Aurora Perez in 4:47,70 min und Bronze für Laura Mahady (4:50, min). Die anderen 12 Läuferinnen hatten mit dem Ausgang des Rennens nichts zu tun.
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