21.04.2010   Sparsamer Umgang ist Gebot der Stunde

Falsche Signale setzt der CDU-Stadtverband wenn dort so getan wird als ob man auch künftig bedenkenlos neue Baugebiete ausweisen könne. „Das entspricht nicht dem Grundsatz vom sparsamen Umgang mit Grund und Boden.“ erklärt dazu der Vorsitzende der SPD-Fraktion im Rat der Stadt Lingen (Ems), Hajo Wiedorn, gegenüber der Presse. „Im früheren Kasernengelände werden 250 Baugrundstücke entstehen und in den Ortsteilen stehen überall noch Baugrundstücke zur Verfügung.“ heißt es weiter in der Presseerklärung der SPD.

 Noch in seiner Neujahrsansprache hatte der Oberbürgermeister unter großem Beifall erklärt, man könne nicht mehr überall neue Wohnbaugebiete ausweisen. Offensichtlich haben sich jetzt aber wieder die Ortsteilsfürsten durchgesetzt. Eine Bestätigung der Aussagen des OB ist das Ergebnis des CDU-Workshops Wohnbauentwicklung jedenfalls nicht.

Bezeichnenderweise geht die CDU bei ihren Schlussfolgerungen auch von Einwohnerzahlen aus, die auch Personen mit Zweitwohnsitz enthalten. Selbst unter Einbeziehung dieser Mitbürgerinnen und Mitbürger ist im Jahr 2008 ein Rückgang der Einwohnerzahl von mehr als 500 festzustellen. Und dieser Trend hat sich im Jahr 2009 ungebremst fortgesetzt. Nicht einmal das auf Vorschlag der SPD eingeführte Begrüßungsgeld für Studierende, die ihren ersten Wohnsitz in Lingen nehmen, konnte diese Entwicklung verhindern.


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