12.12.2010
Nicht vom Zeitdruck leiten lassen!
Kritik an Entscheidungsweise zur Emslandarena - Viele Fragen bleiben offen - Der Stadtverband der Jungen Union (JU) Lingen kritisiert die Entscheidungsweise, mit der die Emslandarena „durchgepeitscht“ werden soll. „Wir fragen uns, ob wirklich innerhalb von 9 Tagen in einem Entscheidungsmarathon über Millionen von Euro entschieden werden muss. Dabei gehen gezwungenermaßen Qualität und Nachhaltigkeit verloren“, kritisiert der JU-Stadtverbandsvorsitzende Andreas Krummen.

Es geht nicht darum das Leuchtturmprojekt des Emslandes, die riesige Chance für Lingen, die Emslandarena, zu zerreden, genau im Gegenteil. Wir wollen, dass dieses große Projekt gründlich durchdacht und ausführlich geplant wird, dies ist jedoch momentan nicht der Fall. Eine endgültige Entscheidung zu diesem Zeitpunkt ist also verfrüht.
Es stehen noch viele offene Fragen im Raum, auf die auch bis Donnerstag noch keine Antwort gefunden sein wird. Wie sieht es mit einem funktionierenden Verkehrskonzept aus, denn man darf auf dem Festplatz auf Grund des Lärmschutzes nicht parken? Wird es in Lingen ein Hometeam geben? Gibt es ein Konzept bezüglich des Doppelstandortes, damit die jetzigen Emslandhallen nicht verkommen? Wie wird dieses Projekt - vor allem hinsichtlich der Folgekosten beider Standorte - finanziert werden?
Vor allem die letzte Frage beschäftigt uns als junge Generation besonders. Gerade jetzt, wo die Gewerbesteuereinnahmen starke Schwankungen zeigen und wir vor einigen Wochen noch über Einsparungen in allen Bereichen diskutiert wurde, fordern wir eine zukunftsweisende Entscheidung. Denn es sollte auch in Zukunft eine solide Finanzpolitik geführt werden, ohne horrende Schuldenberge anzuhäufen. Um dies zu erreichen könnte die Landesregierung um einen Aufschub der Zuschüsse gebeten werden, um genügend Zeit für eine gründliche Abwägung und Entscheidungsfindung zu gewinnen.
Die Junge Union sieht aber sehr wohl, dass es einen attraktiven Veranstaltungsort in Lingen geben muss, das jetzige Konzept ist jedoch nicht durchdacht genug um die großen Anforderungen zu erfüllen.
Aus diesen Gründen fordert die JU den Stadtrat sich nicht vom Zeitdruck leiten zu lassen, sondern das bestehende Konzept bezüglich der offenen Fragen und der Folgekosten zu verbessern und überdenken.
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