23.08.2011
Einschränkung der Massentierhaltung gefordert
Steuerungsinstrumente dringend erforderlich - Mit der Änderung der Flächennutzungsplanes hat sich die Lingener SPD-Stadtratsfraktion erneut intensiv befasst. Unter den Sozialdemokraten herrscht große Einigkeit darüber, dass der Bau weiterer Anlagen zur Massentierhaltung weitgehend verhindert werden muss.

„Dazu sind Steuerungsinstrumente erforderlich“ erklärte Fraktionsvorsitzender Hajo Wiedorn. „Und ein solches Instrument wird mit der jetzt im Beratungsgang befindlichen Änderung des Flächennutzungsplanes geschaffen. Wer solche Planungsinstrumente ablehnt handelt fahrlässig.“
Niemand wolle neue Tierhaltungsanlagen möglich machen, schon gar nicht vor der Haustür der Nachbarn. Bei den jetzt anstehenden Planungen sei genau darauf geachtet worden, dass die erforderlichen Abstände zur Wohnbebauung eingehalten werden. Nach Mitteilung des Baudezernates liegt das Wohngebäude mit dem geringsten Abstand 268 Meter von der zu beplanenden städtischen Fläche entfernt, vorgeschrieben ist ein Mindestabstand von 150 Metern.
Außerdem sei noch lange nicht sicher, ob auf dieser Fläche tatsächlich Stallanlagen errichtet werden. Die Stadt sei Eigentümer dieser Flächen, die für eine Bebauung noch erschlossen werden müssen. Und die Kosten der Erschließung hätten natürlich die Erwerber allein zu tragen.
Kein Verständnis zeigten die Sozialdemokraten für die populistischen Äußerungen des Ortsbürgermeisters von Clusorth-Bramhar. Schließlich sei Hermann Gebbeken an allen Planungen beteiligt und bestens informiert gewesen. „Aber da wirft wohl die Kommunalwahl ihre Schatten voraus.“ heißt es in einer Pressemeldung der SPD. In einem interfraktionellen Gespräch in der letzten Woche war vereinbart worden, dass Oberbürgermeister Krone kurzfristig ein Gespräch mit Bürgermeister Böcker aus Bawinkel führt. Dabei sollen Vereinbarungen getroffen werden, wie man gemeinsam die Instrumente zur Einschränkung der Massentierhaltung umsetzen kann.
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