14.11.2011   CDU fordert „Lingen-App“ für Smartphones und Tablets

„Serviceangebot der Stadt Lingen ausbauen“ – Initiative der Jungen Union - Lingen lebens- und liebenswert machen – diesem Ziel fühlen sich die Christdemokraten im Lingener Stadtrat verpflichtet. „Dazu gehört auch, dass sich die Stadt zeitgemäß nach außen zeigt und den Lingenerinnen und Lingenern mit Informationen über ihre Stadt versorgt. Dafür war die Überarbeitung der Internetpräsenz der Stadt ein richtiger und wichtiger Schritt“, lobt Uwe Hilling, Fraktionsvorsitzender der CDU im Stadtrat, die Bemühungen der Verwaltung im Internet.

 Einen weiteren Schritt im Bereich der „Neuen Medien“ zu wagen fordert die CDU die Stadt Lingen nun in einem Antrag auf. Der Antrag geht zurück auf die Initiative der Jungen Union, dem Nachwuchsverband der CDU. Im Rahmen der nächsten Ratssitzung am 23. November wird das Anliegen der Christdemokraten beraten und darüber entschieden werden, ob die Stadt Lingen (Ems) außerplanmäßig Mittel für die Erarbeitung und Umsetzung kleiner Zusatzprogramme für mobile internetfähige Geräte wie Smartphones und Tablet-PCs bereitstellt.

„Wir sehen in anderen Kommunen, dass diese sogenannten ‚Apps’ sehr informativ und erfolgreich sein können. Die Idee dahinter ist, dass sich die Lingener schnell und bequem über Nachrichten aus und um Lingen oder den Veranstaltungen in Lingen informieren können. Gleichzeitig könnte man auch das Ratsinformationssystem in diese Programme einfließen lassen – so können die Nutzer ohne große Hemmschwelle Sitzungskalender und -protokolle und Tagesordnungen abrufen“, erklärt CDU-Fraktionsvorstandsmitglied Björn Roth die Vorteile einer solchen Applikation. Die Stadtpolitik könne so näher an die Menschen rücken, weil sie sich barrierefreier auf den aktuellen Diskussionsstand bringen könnten. „Wenn man diese Idee mit Umsicht und einer gewissen Liebe zum Detail umsetzt, sind auch andere Informationen wie Wetter, News, Stadtplan, wichtige (Not-) Rufnummern, Parkplätze und deren Öffnungszeiten, Tourist-Infos wie Zimmersuche denkbar – so könnte man auch Touristen einen ganzen Strauß an nützlichen Dienstleistungen anbieten.“

Für den Stadtverband Lingen der Jungen Union erklärt der Vorsitzende Andreas Krummen, dass die positiven Erfahrungen nicht nur in Großstädten wie z.B. Düsseldorf gemacht würden, sondern auch in der emsländischen Gemeinde Sögel. „Wir verlangen also nichts Unmögliches für unsere Stadt.“

Einig ist sich die CDU-Fraktion, dass ein solches Programm plattformübergreifend angeboten werden muss. „Es reicht nicht aus, nur für Geräte eines Unternehmens ein solches Angebot zu erstellen. Mindestens für die drei großen Betriebssysteme – Android von Google, iOS von Apple und Windows 7 von Microsoft – sollten Apps programmiert werden“, präzisiert Roth die Pläne weiter.

Fabian Rode, jüngster Christdemokrat der Ratsfraktion, betont, dass eine Lingen-App nicht der letzte Schritt für eine gelungene Nutzung der Möglichkeiten des Internets gewesen sein muss: „Man kann sich für die Zukunft noch Vieles vorstellen, wie unsere Heimatstadt mit Hilfe des Internets ihren Service und die Bürgerfreundlichkeit verbessern kann. Ich denke zum Beispiel an sogenannte ‚mash ups’. Das ist eine Verknüpfung von Kartenmaterialien mit Online-Inhalten.“ In anderen Landkreisen könne man so zum Beispiel ausbesserungswürdige Stellen im Straßennetz, unnütze Verkehrsschilder oder überfüllte Müllcontainer leicht der Verwaltung melden, welche dann auf jedes Anliegen transparent eingehe und dies protokolliere, sagt Rode. „Das nützt der Stadt, um über die Bedürfnisse der Lingener auf dem Laufenden zu sein – und den Bürgerinnen und Bürgern, weil sie ihren Ärger loswerden können und nachvollziehen können, was die Verwaltung dagegen tut. Denkbar ist auch, Wohnungsleerstand über solche mashups darzustellen und so z.B. den Studenten hilfreich zu sein.“ Diese mashups könnten ideal in Handy-Apps integriert werden, so Rode weiter. Da mashups mit großem Aufwand verbunden sind, sind sie noch nicht Teil der Beratungen im Stadtrat.

Alle Bürgerinnen und Bürger sind wie zu jeder Stadtratssitzung eingeladen, den Beratungen am 23. November um 16 Uhr im Ratssitzungssaal des Neuen Rathauses beizuwohnen.


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